Ja ... es scheint, als ob nach dem Wahlkampf immer auch vor dem Wahlkampf ist. Kurz nach der Bundestagswahl jedenfalls, geht die Schwarz-Gelbe Putsch Truppe im Sulzbach-Rosenberger Stadtrat nun richtig in den Bürgermeisterwahlkampf ... so scheint es. Durchaus interessant, was die Herren Koller (CSU) und Reitzenstein (FDP) so in ihren Redaktionsgesprächen mit der Sulzbach-Rosenberger Zeitung äußerten. Von eigenen Ideen, die ja eigentlich keine sein müssen bis hin zu beleidigten Gelbwürsten gabs viel zum Lachen ... naja, zum Lachen und erstaunt die Augen reiben. Schuld ist wie immer ... die SPD! Wer auch sonst, die Linken gibts ja nicht im Stadtrat.
Günter Koller hat sich mit aller Macht vorgenommen, Gerd Geismann im roten Rathaus zu beerben. Dabei schrecken er und seine Fraktion so gut wie vor nichts zurück. Den Bürgern der Herzogstadt werden ebenmal Sommerrodelbahnen auf der Giftmülldeponie "Schlackenberg" versprochen, die SPD wird öffentlich als Plakatschänder dargestellt, die sich am Wahlkampfmaterial der CSU zu schaffen macht und nun ist auch das muntere Filesharing der Ideen bei der CSU ausgebrochen. Wer die Ideen nun ursprünglich gehabt habe, sei ja nicht so wichtig, wie Koller im Interview äußerte. Vielmehr sei es doch wichtig, dass gute Vorschläge unterstützt werden, egal welche Fraktion dies dann tue. Ja, so kann man es auch nennen. Denn die Ideen der SPD-Fraktion - von Waldbadsanierung bis Landesgartenschaubewerbung - findet die CSU allesamt brilliant. Zwar erst nachdem sich Zustimmung in der Bevölkerung zeigte, doch nun muss man eben unterstützen, was die Leute gut finden. Von den eigenen Ideen - Abschaffung der weichen Standortfaktoren, Privatisierung der städtischen Betriebe ...etc. - hingegen will die CSU auf einmal nichts mehr hören. Gemäß Filesharingprinzip waren das eben auch keine Topdownloads, wies aussieht.
Ganz anders die FPD und an der Spitze der dritte Bürgermeister der Stadt Sulzbach-Rosenberg Reitzenstein. Mit eigenen Vorschlägen hält man sich hier nahezu gänzlich zurück. Klar, neoliberaler Tenor ist im Moment nicht unbedingt ein Topseller. Die FDP büßt auf Bundesebene gerade ihre Gaubwürdigkeit und damit Unterstützung in der Bevölkerung ein, da es kein Geld zu verschenken gibt und wenn doch, muss man es den Leuten bei Krankenversicherung und Rente wieder wegnehmen. Doch man muss sich eben trotzdem zeigen ... was tun? Nun Herr Reitzenstein löst das im Redaktionsgespräch sehr geschickt. Gemäß dem Motto von Super-Guido "Ich sage nichts, also sage ich nicht, dass ich nichts sage" behauptet er einfach, er wüsse von nichts und könne daher auch nichts sagen. Schuld sei die Informationspolitik von Herrn Geismann und Herr Reitzenstein fühlt sich hier ungerecht benachteiligt! Gleichwohl die Stadtratssitzungen für jedermann öffentlich sind, alles ausfühlrich stets in der Zeitung beschrieben ist und er noch dazu dritter Bürgermeister ist, scheint es so, als ob die rote Gruppe im Rathaus an handfesten Desinformationsverschwörungen arbeitet ... gegen Union, FDP, FWU und wer sich gerade noch dazugesellt und verzweifelt versucht, nach der Macht zu greifen. Der Göth-Geismann-Komplex wird also vermutlich bald das Bundesverfassungsgericht beschäftigen. Um dann doch noch was zu sagen, schlägt Herr Reitzenstein eine neue Verkehrszählung vor, um das Thema Nordumgehung neu zu bewerten. Da der Verkehr in den letzten Jahren wohl kaum abgenommen haben dürfte in Zeiten von Just-in-Time und Kostenminimierung, kann dies schlichtweg nur als Geldverschwendung betitelt werden. Aber was solls, wer eigene Ideen klauen kann, kann sie sicherlich auch später jemand anderem zuschieben. Bleibt abzuwarten, was kommt, wenn der Wahlkampf richtig losgeht ... Geismann und die SPD im Stile von Dan Brown als plakatstehlende Geldverschwender, die unsere Sommerrodelbahn sabotieren wollen? Man darf gespannt sein
Donnerstag, 19. November 2009
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